Yuliy Takov wurde 1971 in Sofia geboren, wo er lebt und arbeitet. Er absolvierte 1991 die Nationale Kunsthochschule für Bühnen- und Filmkunst in Plovdiv sowie 1995 die Private Kunstakademie „Jules Pascin” in Sofia in der Klasse von Prof. Nikolay Maystorov. Seine erste Einzelausstellung wurde 1994 in der Galerie „Akrăbov“ in Plovdiv eröffnet. Im Jahr 2000 gewann Yuliy den ersten Preis für Malerei des Bulgarischen Künstlerverbandes namens Ani Tringova bei der „Nationalen Jugendausstellung“. Im Jahr 2004 erhielt er den dritten Preis beim „Nationalen Ausstellungswettbewerb der Stiftung „Sv. Sv. Kiril i Metodij“ und nahm im selben Jahr an der Ausstellung „Reisendes Museum“ teil, die in Tschechien, Polen, Ungarn und im Schloss Porcha in Österreich gezeigt wurde. Im Jahr 2005 nahm er an der Ausstellung „Zeitgenössische bulgarische Kunst“ im Museum Jintai in Peking, China, und in der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst in Neu-Delhi, Indien, teil. Es folgten die Ausstellungen: „Achtung: frische Farbe!“, Städtische Kunstgalerie Sofia, 2015; „Prof. Nikolay Maystorov und seine Schüler“, Nationale Kunstgalerie „Kvadrat 500“, Sofia, 2018; „Bild und Gleichnis“, Museum für zeitgenössische Kunst „Zurab Tsereteli“, Tiflis, Georgien, 2019; „Die lange Reise“, Galerie Struktura, Sofia, 2020; „Schritte in der Erinnerung“, Galerie Kapana-GHG Plovdiv, 2022 u. a.
Die Ausstellung „Über der Oberfläche“ von Yuliy Takov ist eine vielschichtige Analyse der menschlichen Psyche, unseres Ichs, aber nicht so, wie wir es sofort reflektieren würden. Yuliy Takov behandelt die ausgewählten Themen wie ein Buddhist, Schamane oder Weiser, wobei das Ziel nicht darin besteht, eine konkrete Antwort auf eine gestellte Frage zu geben, sondern die Persönlichkeit in all ihren Facetten kennenzulernen und zu beherrschen. Die Aquarellserie „Die Realität ist ein Rätsel“ ist eine männliche Welt, die danach zu streben scheint, sich selbst, ihre Kräfte und ihren Verstand zu überwinden, sich als Sieger zu erheben, ohne dass es einen Endpunkt dieser Erhebung gibt. Als ob die Erfahrung selbst ausreichend wäre. Der Weg ist das Ziel. In anderen Aquarellen sehen wir männliche Köpfe in Unordnung oder symmetrisch angeordnet. Männer mit Bärten, schwarz-weiß oder in Farbe. Männer als denkendes Geschlecht? Ein Spiel der Intellekte? Oder eine Satire auf die Intellektuellen? Das Rätsel besteht auch darin, dass es keinen genauen Namen hat und dementsprechend keine genaue Handlung und Gegenhandlung. Wir können frei interpretieren und unsere eigenen Wahrheiten herausziehen. Die ausgewählten Farben sind ein Zeichen des Rätsels. In Grau und verschiedenen Grüntönen, die leicht miteinander verschmelzen, sind sie weder in Harmonie noch in Disharmonie.