Wenn bestimmte Bilder mein Bewusstsein für längere Zeit beherrschen, beginne ich zu malen. Während meiner Arbeit gebe ich mir selbst eine Antwort auf die Frage, warum genau dies meine Aufmerksamkeit erregt hat, und welchen Sinn die Umsetzung meiner Idee hat. Die Bilder, die ich in meinen Gemälden verwende, sind mir vertraut, sie stehen in Verbindung mit Begegnungen mit Menschen und Orten oder mit meinen Empfindungen bei diesen Begegnungen. Oftmals stelle ich in meinen Werken Erinnerungen nach, die ich noch einmal erleben möchte. Manchmal sind sie verblasst und sogar durch die Zeit verändert, aber sie sind entscheidend für die Bildung meiner Wahrnehmung. Die Authentizität des Erlebten und der Einfluss des Bildes auf mich verstärken meine kreative Sensibilität während der Arbeit. Das hilft mir, dem Betrachter gegenüber so offen wie möglich zu sein.
Ich präsentiere mehrere Bilderserien, die ich in den letzten Jahren nacheinander entwickelt habe. Durch sie stelle ich meine Überlegungen dar, wie wichtig der Prozess der Kontemplation und die kurzen Momente sind, in denen wir träumen. In diesen stillen Prozessen entdecke ich einen der Wege, auf denen der Mensch zu einer Erhebung des Geistes und zu innerer Freiheit gelangen kann, die so notwendig sind, um ein echtes und erfülltes Leben zu führen. Auf der Suche nach den Voraussetzungen für das Erreichen dieser Harmonie schaue ich auf die Natur, auf die Bewahrung der Wahrheit, auf das Wesen.
In den Serien „Auf dem Bergrücken” und „Hinter sich” fehlt das menschliche Bild. Der Mensch erlebt das Gesehene mit. Die Bilder zeigen seinen Blick, der in den rosa-blauen Himmel gerichtet ist, oder den Ausblick, wenn er auf dem Bergrücken wandert. Für mich sind diese Bilder still und einsam. So wie die innere Welt eines Menschen. Sie sind eine Reise auf der Suche nach Glück und Schönheit.
Kalina Mavrodieva


